IGEL

IGELKeine Angst vorm IGEL
Was von der Kasse zur Zeit nicht bezahlt wird, aber sehr wohl medizinisch sinnvoll ist, wird hierzulande als Individuelle Gesundheitsleistung – oder kurz IGEL – bezeichnet. Damit optimieren Sie ihre Vorsorge und erhalten dadurch mehr Sicherheit. Wir können mehr für Sie leisten, als Kassen heute bezahlen.
 
Medizinisch sinnvoll ist es, weil Sie als Individuum von der Untersuchung profitieren. Für die Gesamtheit der Versicherten mag der Aufwand im Vergleich zum Nutzen gering sein, d.h. mit nur hohen Kosten in der Vorsorge lässt sich ein Menschenleben retten, weshalb die Kostenübernahme für die Kassen nicht notwendig erscheint. Die Früherkennung von Karzinomen ist aber ganz entscheidend für das Überleben. Das gilt nicht nur für den Brustkrebs, sondern ganz besonders für den Eierstockkrebs und Gebärmutterhöhlenkrebs (Corpuscarcinom). Hier bietet der vaginale Ultraschall eine hervorragende Methode frühzeitig die Erkrankung zu erkennen und die Therapie zu beginnen.
 
Der Wermutstropfen ist das Risiko von einer Überdiagnostik, d.h. man sieht Veränderungen, die eigentlich nicht behandlungsbedürftig sind. Meistens kann man zunächst abwarten und über 8-12 Wochen die Befundgröße vergleichen. Diese sogenannten falsch positiven Befunde können aber dann zu weiteren, unter Umständen auch komplizierteren Untersuchungen, selten auch zu unnötigen operativen Eingriffen und immer zu einer Beunruhigung führen.
 
Dies ist aber keine Besonderheit der IGEL, sondern betrifft jede Vorsorgeleistung, ob Abstrich vom Muttermund, Stuhluntersuchung auf Blut, Darmspiegelung, Mammographie- oder Hautkrebsscreening.
 
Ich empfehle Ihnen dennoch als zusätzliche Untersuchungen:
Den Brustultraschall spätestens ab dem 40. LJ alle 2 Jahre oder bei dichtem Drüsenkörper jährlich
 
Den Ultraschall von vaginal bei der Erstvorstellung (kostenlos) oder einmalig zwischen dem 20. und 30. LJ zum Ausschluss von Endometriose, Myomen, gutartigen Eierstocksgeschwülsten oder Fehlbildungen spätestens aber auch ab 40, dann am besten jährlich.
 
In der Schwangerschaft die Bestimmung von Antikörpern gegen Toxoplasmose, Zytomegalie und Ringelröteln sowie der Besiedlung der Scheide mit Streptokokken. Blutflussuntersuchung beim Feten mit Blutuntersuchung bei der Mutter zur Risikobestimmung für eine Praeeklampsie (sog. Schwangerschaftsvergiftung). AFP-Bestimmung als Hinweis auf offenen Rücken des Feten.
 
Zur eigenen Sicherheit und der Ihres Partners Untersuchung auf Syphilis, Gonokokken und HIV
 
Von den IGELs sind Wunschleistungen abzugrenzen, die medizinisch nicht notwendig sind.
 
Dazu gehört z.B. die Entfernung störender Hautveränderungen oder Babyfernsehen, die Korrektur von Schamlippen, Brustverkleinerungen oder –vergrößerungen oder eine Bauchdeckenstraffung.
Alles in Allem aber Leistungen , die ihren Preis haben, wie die eines Handwerkers, Rechtsanwalts oder Steuerberaters, abgesehen davon , dass in der Berufsordnung die unentgeltliche Leistung verboten ist. Sie erhalten daher eine Rechnung, in der nach GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) für Sie nachvollziehbar abgerechnet wird.
 
 
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